Unabhängige QR-Codes für Flyer und Anzeigen

QR-Codes: In wenigen Sekunden selbst gemacht.
QR-Codes: In wenigen Sekunden selbst gemacht und dauerhaft unabhängig!

QR-Codes sieht man überall und irgendwie fragt man sich manchmal natürlich schon, wofür das Ganze gut sein soll. Nun, wir erklären, wofür wir ab sofort verstärkt QR-Codes einsetzen werden, und wie wir dadurch unabhängig werden von teuren QR-Code-Hostern und -QR-Code-Designern werden. Denn mit wenig Aufwand hat man sich in wenigen Sekunden seine QR-Codes erstellt.

Wir statten ab sofort alle neuen Druckunterlagen wie Flyer aber auch die Anzeigen für Magazine und Tagespresse mit QR-Codes aus. Der Vorteil eines QR-Codes liegt auf der Hand: Einscannen – und schon landet man z.B. auf der Firmen-Homepage, auf der Fanseite bei Facebook, bekommt Infos zum Produkt oder einen Termin, Kontaktdaten oder was man eben sonst so in diesen QR-Code packen will.

Da man in QR-Codes auch URLs, also vollständige Internet-Adressen packen kann, bietet es sich regelrecht an, die Flyer mit einem direkten Link in den Online-Shop aus zu statten. Wir wollen die QR-Codes also hauptsächlich dazu nutzen, dass man vom Werbeflyer oder der Anzeige direkt auf die Produkt-Seite kommt, wo man mit einem Klick den Artikel in den Warenkorb legen kann. Und zwar unabhängig von Dritten und ohne horrende Kosten.

Ein kleines, unabhängiges Hosting mit Domain

Nun ändern sich Internet-Adressen natürlich ab uns zu. Sei es weil man suchmaschinenoptimierte Links anpassen möchte, sich der Server oder die Domain des Shops ändert, oder weil ein Artikel sich ändert und dadurch eine neue ID im Shop bekommt. Doof, wenn man dann schon tausende von Flyern mit QR-Code gedruckt und verteilt hat, und der Link nicht mehr funktioniert.

Wir haben uns deshalb heute bei LowCostHost eine kurze, aber schlüssige Domain mit einem kleinen Webspace registriert. Die Kosten pro Monat sind dabei unter 2,50 Euro. Warum das sinnvoll ist? Wir wollen unsere QR-Code-Links vom eigentlichen Ziel entkoppeln, damit wir unabhängig sind, falls wir mal den Shop umziehen oder es mal eine andere Nutzung der QR-Codes geben soll. Als Domain haben wir etwas kurzes gewählt: spqd.de – quasi als Kurzform für Spielquader.de. Unsere QR-Code-Links sind dann entsprechend kurz (z.B. http://spqd.de/wr) und passen auch im Klartext dann unter den eigentlichen Code. Das sieht optisch ganz hübsch aus und informiert zudem was hinter dem QR-Code steckt.

QR-Code-Adresse an echte Adresse weiterleiten

Auf dem Web-Hosting selbst braucht man nun eine kleine sogenannte .htaccess-Datei, welche die Weiterleitung der eingehenden Adressen auf das eigentliche Ziel vornimmt. Was wir erreichen wollen ist ja, dass der Interessent nach dem Scannen auf dem Shop und im jeweiligen Artikel landet. Dazu reicht eine kleine Redirect-Anweisung an den Server. Diese Funktion muss der Webserver natürlich unterstützen. Das kleinste Paket bei LowCostHost tut das problemlos. Die .htaccess-Datei kann man entweder direkt über den File Manager im PLESK-Adminpanel des Webspace anlegen und editieren oder man macht das in einer normalen Textdatei.

In diese .htaccess-Datei muss gar nicht viel rein:

Der Pfad /wr wird nun also direkt auf den Ziel-Link umgeschrieben – und zwar mit dem Code 301 (permanent umgezogen), so dass Suchmaschinen, die mal darüber stolpern sollten wissen, dass sie direkt auf der Zieladresse weiter suchen sollen.

Geben wir nun im Browser http://spqd.de/wr ein, so landen wir direkt auf der eigentlichen Artikel-Seite im Shop.

Will man mehrere Adressen so umleiten schreibt man weitere Einträge einfach in neue Zeilen nach dem gleichen Muster. Ist man fertig, schiebt man die .htaccess-Datei via FTP-Programm auf den Server in das Verzeichnis /httpdocs oder was auch immer sonst den Pfad bei einem anderen Hoster für den Document-Root darstellt.

htaccess-filezilla-einstellung

Wichtig zu wissen: eine .-Datei ist unter Linux eine versteckte Datei, Der vorgestellte Punkt kennzeichnet das und so wird eine .htaccess-Datei also bei vielen FTP-Programmen nicht angezeigt. Auch am Apple Mac ist das so und manch einer hat sich schon.htaccess-Dateien auf dem Desktop abgespeichert und nie wieder gefunden 🙂 Windows kennt das nicht – und wenn man sich wundert, warum ein FTP-Programm auf dem Server die Datei auch nicht anzeigt lohnt es sich in die Einstellungen zu gucken, dort kann man versteckte Dateien meist einblenden lassen.

Wenn nun also alles getestet ist und der Link funktioniert, geht es daran, den eigentlichen QR-Code zu gestalten, damit man ihn entsprechend auf den Flyern oder Anzeigen verwenden kann.

Wie macht man eigentlich einen QR-Code?

Wie QR-Codes im Detail funktionieren und was das überhaupt ist erklärt Wikipedia eigentlich ganz gut. Interessiert uns ja aber nicht – muss ja nur funktionieren 🙂

Es gibt diverse Gratis-Angebot zum QR-Codes erstellen im Web. Viel Schund darunter, die einem dann gleich noch einen „Design-Code“ für 400 Euro andrehen wollen und eine eigene „Weiterleitung“ über ihre Server einbauen (genau das wollen wir eben selbst machen um nicht abhängig zu sein von Drittanbietern) und natürlich gibt es auch kostenlose Dienste. Das wäre eine Möglichkeit sich mal „eben schnell“ einen QR-Code zu erstellen. Danach kann man googeln.

Die Zweite? Es gibt für Windows eine hübsche kleine 60 Kilobyte große Anwendung von Herrn Dipl.-Ing. Ekkehard Wurl auf seiner Homepage oder genauer auf dieser Seite seiner Homepage. druQR heisst das gute Stück und funktioniert einfach, ist selbsterklärend und erzeugt auch QR-Codes mit eingebettetem Logo oder Text. Mehr braucht kein Mensch!

druqr-hauptfenster

Innerhalb kürzester Zeit hat man sich alles zusammengeklickt (Farben anpassen, Logo hochladen, Text einbinden etc.) und kann sich seinen QR-Code als Grafik speichern oder über die Zwischenablage auch in Word-Dokumente oder sonst wo hin kopieren. Wichtig: Den erzeugten Code immer gegenprüfen durch einen Scan! Landet man auf der für die URL zuvor konfigurierten Seite ist alles korrekt und man kann den QR-Code sorgenfrei in seine Dokumente und zum Flyer-Drucker packen.

Unabhängig, flexibel, schnell umgestellt

Sollte sich jetzt jemals die Ziel-Adresse für den QR-Code ändern, dann ändert man einfach in der .htaccess-Datei die entsprechende Zeile und muss nicht alle Druckunterlagen einstampfen.

Kein Drittanbieter involviert

QR-Code-Services zu nutzen ist gefährlich. Existiert der Anbieter morgen nicht mehr oder verlangt für seinen Service plötzlich (noch mehr) Geld, schaut man dumm. Die Domain gehört einem, die .htaccess-Datei selbst ja auch. So ist man auch schnell bei einem anderen Provider untergekommen und muss nicht alles erneut machen oder ändern. Super flexibel, super sicher und super unabhängig von anderen!

Ein Aktions-Flyer, wechselnde Aktions-Produkte

Mit der oben gezeigten Technik kann man ganz wunderbar einen bestehenden QR-Code nachträglich ändern. Der generelle Werbe-Flyer wird mit einem „Unser Monats-Schnäppchen“-QR-Code ausgestattet und jeden Monat ändert man nur in der .htaccess-Datei den Ziel-Link auf das jeweilig aktuelle Schnäppchen.

Schnell umgesetzt selbst für Faule mit Profi-Support

Hosting und Domain ist in wenigen Sekunden eingerichtet. Selbst wenn man es (von uns) „machen lässt“ und mit entsprechendem Support ist das in wenigen Minuten erledigt und kostet kaum etwas. Wer sich für einen Texteditor zu schade ist, kann sich auch (von uns) ein kleines Web-Programm schreiben lassen, über das man die Quell- und Ziel-URL-Einträge komfortabel verwalten kann.

Fragen oder Anregungen?

Wenn irgendwas nicht so klappt oder es einen Weg gibt, es noch einfacher umzusetzen, einfach über die Kommentare schreiben.

Tipp für die Logo-Einbindung in den QR-Code

So ein Logo im QR-Code ist schon schick. Mit ein paar Kniffen sieht es noch schöner aus als nur „Logo auf weissem Viereck“. Wir haben z.B. eine PNG-Datei verwendet mit Transparenz. Dadurch wirkt das Logo integrierter. Damit es trotzdem einen gewissen Abstand zum eigentlichen Code hat und schwarze Logo-Bestandteile nicht direkt an den schwarzen Code anschliessen, haben wir noch eine 5 Pixel Breite weiße Kontur um das Logo gezogen. Diese einmal erstellte transparente Logo-Version für den QR-Code kann man immer wieder benutzen und sich in druQR auch als Vorlage speichern.

2 Gedanken zu „Unabhängige QR-Codes für Flyer und Anzeigen“

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