Ein paar Erfahrungen, Tipps & Tricks rund um den JTL-Shop

Bei Spielquader nutzen wir das Shop-System „JTL-Shop3“ von JTL-Software. Das tolle an dem Shop? Er ist deutschsprachig (auch in seinen Variablen in den Templates)  und kommt direkt mit einer ziemlich coolen Warenwirtschaft für Windows.

Immer wieder müssen wir ein paar Kleinigkeiten in den Templates anpassen oder ein paar Scripte einbinden um die Funktion zu erreichen, die wir uns vorstellen. Man wurschtelt sich halt so durch das Shop-System.  Wir wollen nun ein paar kleinere Modifikationen in unserem Blog anderen Shop-Betreibern zur Verfügung stellen.

Plugins für dies und das …

Für JTL-Shop3 gibt es eine ganze Menge an Plugins, die meist kostenpflichtig sind. Tolle Plugins mit entsprechendem Umfang und Funktion bezahlt man gerne und meist ohne Zähneknirschen, denn viele JTL-Plugins der kommerziellen Anbieter kann man für eine gewisse Zeit kostenlos testen. Bei so Kleinigkeiten aber wie z.B. dem Einbinden der Warnhinweise für verschluckbare Kleinteile oder anderen spielespezifischen Informationen, ist es schon sehr nervig für kleinste Code-Schnipsel in Form eines Plugins 75 Euro oder mehr hin zu legen. Klar. Ein Plugin macht keinen Aufwand, ist schnell installiert und bietet Herstellersupport meist für 12 Monate. Da sind 75 Euro dann nur noch  6,25 Euro im Monat.

Trotzdem. Man will ja auch was lernen dabei – und weil man, wenn man keine Agentur mit der Gestaltung beauftragt, sowieso selber am Template und den CSS-Files werkelt, investiert man auch so genug eigene Zeit und Geld in so einen Shop – da freut man sich über gesparte 6,25 Euro und hat ein paar Stunden in sein eigenes fundiertes Halbwissen  investiert.

In dieser Kategorie werden wir also in Zukunft unsere modifikationen bloggen, sofern sinnvoll, und haben so ein Archiv für uns und vielleicht auch den einen oder anderen Tipp für andere JTL-Shop-Nutzer.

Wie wir JTL-Shop und die WaWi einsetzen?

Nun, wir haben uns zu Beginn Gedanken gemacht, wie wir auf die Daten zugreifen müssen. Die Warenwirtschaft unter Windows ist eigentlich ein bisschen „doof“, weil wir auch mit Apple-Rechnern arbeiten. Da Mitarbeiter auch mal vom MacBook aus auf die Artikelbestände zugreifen sollen, von extern sich um die Artikelpflege, Übersetzungen oder Programmierung kümmern sollen, haben wir uns entschlossen, den Server „zentral ins Netz“ zu stellen; genauer gesagt ins Internet.

Ein zentraler Windows Server beim Provider

Dazu haben wir bei unserem Provider (der wir lustigerweise selbst sind) einen virtuellen Windows-Root-Server geholt. Der bietet genug Platz für die WaWi, die ganzen Artikel, Fotos und so weiter. Das System ist ein Windows Server 2008 R2 und entspricht dabei der Systemvoraussetzung der JTL-Wawi. Durch entsprechende Konfiguration ist es nun möglich, dass alle an der Pflege beteiligten Personen via Remote Desktop Protokoll (RDP) auf den Server und die WaWi zugreifen – so auch die MacBooks – via VPN oder wie auch immer. Passend dazu kann man dann Verzeichnisse auf dem Server als Netzlaufwerk einrichten und freigeben und schwupp die wupp übertragen wir Artikelbilder ganz gemütlich per drag & drop von den Rechnern (egal ob PC oder Mac) auf den Server und somit auch in die WaWi. Das funktioniert echt gut. Die ganze Installation der WaWi ist in wenigen Minuten vollbracht und das System einsatzbereit. Da es sich um einen virtualisierten Windows Server handelt kann man natürlich auch die ganzen anderen Programme wie Office, Virenschutz, Lexware oder was man halt so einsetzt zentralisieren. Backups gehen innerhalb weniger Sekunden (sogenannte SnapShots) und über die Freigaben von Laserdruckerbn, Etikettendrucker und sonstigen Geräten kommt die Rechnung zentral am Arbeitsplatz raus, obwohl alles „irgendwo“ im Netz in der berühmten Cloud steht. (genau gesagt in Reutlingen im CMO-Rechenzentrum).

Ein normales Hosting oder Linux Server

Für JTL-Shop selbst haben wir einen kleinen Linux Root-Server. Eigentlich würde auch ein kleines shared Hosting-Angebot reichen, Wenn es dann „zu viel“ wird, kann man schnell auf ein eigenes Server-System wechseln. Aber auch hier haben wir bei Spielquader natürlich den Vorteil, dass wir eigentlich Internet-Provider sind – da greift man gerne mal zu dem Produkt, was eh schon da ist – in unserem Fall also virtueller Linux-Server, der gleich schon mit PLESK-Oberfläche daher kommt und so die Administration beim Einrichten von E-Mail-Konten etc. vereinfacht.

Der Root-Server hilft auch dabei, die passenden Module für PHP und dergleichen zu installieren – man ist nicht so eingeschränkt wie bei Shared Hosting-Angeboten und kann sich bei der Installation austoben.

Ruck zuck installiert und doch wochenlange Arbeit 🙂

Der JTL-Shop3 ist gemäß Installationsanleitung ruck zuck auf dem Webspace eingerichtet und die Verbindung zur WaWi auf dem Windows-Server ist auch mit wenigen Klicks erledigt. Und schon ist der Shop einsatzbereit. Die erste Synchronisation klappte einwandfrei, die Anpassung der Dokumente war ein bisschen nervig aber an sich alles recht problemlos.

Zwei Wochen lang haben wir jetzt Artikel erfasst, Bilder hochgeladen, Texte aus dem alten Shopware-Shop übernommen, Kunden importiert, Bewertungen nachgetragen. Jetzt geht es an das Anpassen der Shop-Templates, der Funktionen und der Optik. Letztendlich ist man wohl nie fertig mit so einem Shop-System.

Von Shopware zu JTL-Shop3!

Wir hatten vorher Shopware im Einsatz. Vorteil dabei: es gibt eine kostenlose, unsupportete Version. Für uns als „Neueinsteiger im Spielemarkt“ war das ideal. JTL-Shop3 kostet mal eben 400 Euro. Aber nach einem Jahr „Shopware“ haben wir uns nun zum Wechsel auf JTL-Shop3 entschlossen. Warum? Nun, Shopware hat unglaublich dumme Bugs oder fehlende Admin-Funktionen die man ohne direktes „Datenbankgewurschtel“ nicht beheben kann.

Die Art wie Artikel und Bereiche übersetzt werden können war unglaublich anstrengend, so dass wir dann ganz frustriert erst gar keine Mehrsprachigkeit eingesetzt haben. Es gab ein Aktions-Plugin das man entweder für knapp 500 Euro kaufen oder für 25 Euro im Monat mieten kann – prepaid versteht sich. Also hinterlegt man seine Kreditkartendaten und wundert sich nach Monaten auf der Abrechnung, warum das Prepaid-Konto für das gebuchte Plugin immer wieder „automatisch aufgefüllt“ wird. Stand im Kleingedruckten.

Das ganze Handling mit Plugins war für uns irgendwie merkwürdig und umständlich. Es gab viele Grund-Funktionen gar nicht, oder sie funktionierten nicht korrekt. Ein falscher Klick auf die Endkunden-Staffelpreise und die Händler hatten ihre Staffelpreise auf Endkunden-Niveau 🙂 Auch gab es viele Grundfunktionen die bei JTL-Shop3 bereits im“Standard“ enthalten sind, bei Shopware nur als kostenpflichtige Plugins.

Das Backend, das Drucken von Rechnungen, Lieferscheinen, DHL-Nachrichten an Kunden etc. ist bei JTL durch die Warenwirtschaft um längen besser, gemütlicher, stressfreier (bis jetzt zumindest) und der Shop auf Backend-Seite irgendwie auch robuster.

Danke für die Aufmerksamkeit

Jetzt basteln wir erst einmal weiter am System und die ersten Tipps und Tricks und weitere Erfahrungsberichte dazu gibt es dann bei nächster Gelegenheit hier im Spielquader-Blog.

 

3 Gedanken zu „Ein paar Erfahrungen, Tipps & Tricks rund um den JTL-Shop“

  1. Hallo,
    danke für den schönen Bericht. Ich suche auch gerade einen Shop und eine Wawi für meine Seite. Shopware ist halt schon eine Nummer für sich.
    Bist du noch zufrieden mit dem JTL-Shop? Misst du irgendwas?
    danke
    Jochen

    1. Ich bin so zufrieden, dass meine Firma inzwischen JTL Service-Partner geworden ist vor einigen Monaten und wir den Shop über http://www.cmo.de anbieten und dort auch spezielle Hosting-Tarife. Wenn du also mal was passendes brauchst in Sachen JTL (von der Beratung bis zur Lizenz und Server-Kapazitäten) einfach bei mir melden.
      Gruß Norman Sommer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud